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Hilfe-Center › Fräsen vorbereiten

Drehachse

Rundhölzer, Griffe, Gläser und Becher rundum fräsen oder gravieren, mit Spannfutter oder Rollen am Y-Anschluss der Steuerung.

Mit einer Drehachse bearbeitet die Maschine runde Werkstücke rundum. Die Drehachse wird statt des Y-Motors an die Steuerung gesteckt: Was sonst eine Bewegung nach vorne oder hinten wäre, dreht jetzt das Werkstück. Das Fenster öffnet sich an der Fräse über Werkstück → Drehachse …, beim Lasern über Laser → Drehachse ….

Bauart

  • Spannfutter: Das Werkstück steckt im Futter und dreht sich mit ihm, am anderen Ende oft mit einer Spitze gestützt. An der Fräse die übliche Bauart, weil sie die Schnittkräfte aufnimmt. Die Drehung hängt am Durchmesser des Werkstücks.
  • Rollen: Das Werkstück liegt auf zwei Rollen, eine davon wird angetrieben. Gut für Gläser, Flaschen und Becher ohne Henkel am Laser. Die Drehung hängt am Durchmesser der Antriebsrolle.

Werte eintragen

  • Durchmesser Werkstück: an der Stelle messen, die bearbeitet wird. Bei kegeligen Werkstücken den mittleren Wert nehmen.
  • Durchmesser Antriebsrolle (nur bei Rollen): mit dem Gummiring gemessen, falls einer drauf ist.
  • Y-Weg je Umdrehung: So viele Millimeter Y fährt die Steuerung für eine volle Umdrehung der Rolle bzw. des Futters. Der Wert ist die Zahl der Schritte je Umdrehung (beim Hersteller angegeben, oft 3200 bei 1/16-Mikroschritt, mit Getriebe entsprechend mehr) geteilt durch den Wert von $101 der Steuerung. Beispiel: 3200 Schritte, $101 = 80 → 40 mm.

Ist die Drehachse an, folgt die Höhe des Materials dem Umfang des Werkstücks (π × Durchmesser). Die Zeichenfläche ist die abgewickelte Oberfläche: Was oben auf der Fläche liegt, kommt beim Drehen nach hinten. Die Breite bleibt die Länge entlang der Achse.

Eine Umdrehung testen

Klebe eine Markierung auf das Werkstück und tippe auf Eine Umdrehung fahren. Spindel bzw. Laser bleiben aus, an der Fräse hebt der Fräser vorher 5 mm an. Das Werkstück sollte sich genau einmal drehen. Dreht es zu weit oder zu wenig, trage die gesehenen Umdrehungen ein, zum Beispiel 0,9 oder 1,1, und tippe auf Wert korrigieren. Die App rechnet den Y-Weg je Umdrehung neu. Danach noch einmal testen.

Fräsen mit Drehachse

  • Setze den Z-Nullpunkt auf die höchste Stelle des Werkstücks, genau über der Achse. Die Frästiefe zählt von dort nach innen. Der Fräs-Assistent erinnert im Schritt Nullpunkt Z daran.
  • Die Achse muss parallel zu X liegen und mittig unter dem Fräser, sonst wird die Tiefe ungleich.
  • Gut geeignet sind Gravuren, V-Carving, Schriftzüge und flache Taschen. Tiefe Schnitte und Durchbrüche bitte vorsichtig, das Werkstück ist nur am Futter gehalten.

Lasern mit Drehachse

  • Kopf über die Mitte des Werkstücks stellen (die höchste Stelle) und den Fokus auf die Oberfläche einstellen.
  • Das Werkstück muss waagrecht liegen, sonst wandert der Fokus. Bei Bechern mit Schräge das schmale Ende unterlegen.
  • Passermarken gibt es mit Drehachse nicht.

Gut zu wissen

  • Der G-Code rechnet Y auf die Drehung um und passt den Vorschub an, damit die Oberfläche mit dem eingestellten Tempo läuft. Auf der Zeichenfläche und in 3D siehst du weiter die abgewickelte Oberfläche.
  • Am Y-Anschluss gibt es keinen Endschalter: Referenzfahrt überspringen, solange die Drehachse angeschlossen ist, und die Software-Endlagen ausschalten (Einstellungen → Maschine).
  • Für die normale Arbeit die Drehachse ausschalten und den Y-Motor wieder anstecken.
  • Die Werte gehören zum Projekt. Neue Projekte übernehmen Bauart, Rolle und Y-Weg aus dem zuletzt benutzten.